• Das Ärgernis Rechtschreibung oder die Anlauttabelle
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    Mit „Das Ärgernis Rechtschreibung“ ist ein Kapitel in dem Buch von Jürgen Reichen (1), dem Erfinder der Anlauttabelle, überschrieben. Vielen ist die Rechtschreibung heute so gleichgültig wie sie auch Jürgen Reichen war. Man braucht bloß in Internetforen zu recherchieren, SMS-Nachrichten zu lesen, oder zu schauen, was die Schule treibt. Dort wurde nämlich vor Kurzem das Diktat abgeschafft, wohl kaum, weil die Schüler so gut waren. Auch Berichte aus den Universitäten lesen sich in diesem Sinn. „Wie sollen Lehrkräfte vermitteln, was sie selbst nicht können?“, schreibt Phillipp Frohn vom Institut für Germanistik der Universität Duisburg-Essen in einem Blockbeitrag (2). Viele vermuten, dass die Methode von Jürgen Reichen „Lesen durch Schreiben“ dafür verantwortlich zu machen sei.

    Geschrieben am Montag, 12 Februar 2018 16:14 weiterlesen...

Adjektiv oder Adverb

Bei dieser Frage stutzt mancher. Das Adjektiv, das auch als Wie-Wort bezeichnet wird, kennt jeder. Beispiele sind: rot, schnell, toll, tapfer. Adverb heißt: Zum Verb gehörend. Und da beginnen die Probleme.

Aber zunächst die klaren Fälle: Wir spielen draußen. Das Adverb draußen gehört zum Verb spielen. Ich komme gern. Das Adverb gern gehört zum Verb kommen.

Aber: Er ist sehr stark. Wo ist in diesem Satz das Verb, auf das sich das Adverb sehr bezieht? Ja, Adverbien beziehen sich eben auch auf Adjektive und nicht nur auf Verben.

Neulich wollte mich ein Teilnehmer einer Vortragsveranstaltung im Feedbackbogen auf einen Fehler in meinen Übungen aufmerksam machen. Er merkte an, dass bei dem Satz „Die Blätter sind bunt.“, das Wort bunt kein Adjektiv, sondern ein Adverb wäre. Woher könnte diese Meinung kommen? Machen wir ein Beispiel: der tapfere Krieger. Tapfere ist ein Adjektiv und beschreibt den Krieger. Und nun folgender Satz: „Der Krieger kämpft tapfer.“ In manchen Grammatiken und auch im Internet wird das Wort tapfer in diesem Satz zum Adverb, weil es sich auf das Verb kämpfen bezieht. Und so könnte der Teilnehmer in meinem Seminar gemeint haben, dass in dem Satz „Die Blätter sind bunt.“, sich das Wort bunt auf das Verb sind bezieht. Der Duden nennt dazu zwei Adjektivproben. Kann man das fragliche Wort zwischen einen Artikel und ein Nomen setzen, dann ist es ein Adjektiv. Also: das bunte Blatt. Bei der anderen Adjektivprobe wird ein Satz mit einem „Kopularverb“ gebildet. Also: Das Blatt ist bunt. Wenn man nach dem Duden geht, gibt es in diesem Fall keine Zweifel bei der Frage, ob bunt ein Adjektiv oder ein Adverb ist. Lt. Duden wird im Satz "Der Krieger kämpft tapfer." das Adjektiv tapfer adverbial gebraucht. Hier könnte man noch verstehen, wenn jemand von einem Adverb spricht. Und ob tapfer im Beispielsatz ein Adverb oder ein adverbial gebrauchtes Adjektiv ist, das ist nun wirklich keinen Streit wert. Als Lehrer würde ich tapfer immer als Adjektiv durchgehen lassen und im Beispielsatz auch als Adverb anerkennen. Bei "Die Blätter sind bunt.", würde ich bunt nicht als Adverb akzeptieren.

Ich habe zum Thema Adjektiv oder Adverb eine Übung erstellt, die ich hiermit zur Diskussion stelle:

https://der-lesekoch.de/uebungen/category/161-14-grammatik.html

Die PowerPoint-Datei (die auch mit dem kostenlosen Viewer läuft) enthält die verschiedenen Formen der Adjektivverwendung und viele Beispiele sowie eine Übersicht über Adverbien. Ein Übung, in der man bestimmen muss, ob es sich um Adjektive oder Adverbien handelt, kommt zum Schluss.

Aus der Lesekoch-Praxis ...

Leseförderung an der Pestalozzi-Mittelschule

Lesetrainerinnen OAS 2 KopieDie Fürther Nachrichten berichten und zitieren eine der vier Trainerinnen: „Es ist so schön zu erleben, wie sich die Kinder Mühe geben.“ Als Initiator dieses Leseförderungsprojektes danke ich den vier jungen Damen für ihren vorbildlichen Einsatz und dem Schulleiter, Herrn Knorz, für die Organisation. Ohne seinen Einsatz liefe gar nichts. So können sie die vier Trainerinnen, die Schulleitung und ich über die Fortschritte der Schüler freuen. Bei Interesse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Die Mittelschule Zirndorf – siehe Beitrag unten – ist auch schon dabei. (Foto: Petra Fiedler)

Schüler trainieren Schüler

MS Zirndorf Schülertrainer KopieWenn es in den Schulein einen Kümmer gibt, dann ist vieles möglich. Das Leseförderungs-projekt "Schüler trainieren Schüler" an der Mittelschule in Zirndorf geht dank des Einsatzes einer engagierten Lehrerin in die nächste Runde. Das Bild stammt von der heutigen Schulung (Nov. 2017).

Leseförderungsprojekt im 5. Jahr

Pestalozzi GS 2016 1k Gute Laune herrschte bei Lehrern, Eltern, Schülern und Lesepaten bei der Weihnachtsfeier in der Pestalozzi-GrundschulPestalozzi GS 2016 2ke  Oberasbach. Das Projekt läuft jetzt erfolgreich im 5. Jahr und wird von Mirjam Lang (im Bild links) und Frau Wiendl koordiniert. Alle sind zufrieden und wollen weitermachen. Als Initiator freue ich mich und bin dankbar für die Untersützung. So macht Leseförderung Freude!

Lesepatentreffen im Landkreis Fürth

Lesepatentreffen 1 KopieLesepatentreffen 2 Kopie

Das Lesepatentreffen im Landkreis Fürth am 20. 10. 2017 in der Schule in Wintersdorf zusammen mit der Freiwilligenagentur Zirndorf kam gut an. Start einer Serie! Ich konnte über Neuerungen in meinem Lese- und Rechtschreibförderungs-programm berichten. Im Bild links die Mitreferentinnen, Seminarrektorin Frau Bauer und Grundschullehrerin Frau Sailer, die den Teilnehmern erläuterten, wie die Kinder heute in der Schule das Lesen lernen. (Bilder: Sigrun Seifert)

Landkreis Fürth ist Bildungsregion

Bildungsregeion kl

Unserem Landrat Matthias Dießl wurde die Urkunde mit der Bezeichnung "Bildungsregion" von Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle überreicht. Ich konnte Dank der Unterstützung der Rektorinnen Frau Wenzl und Frau Wilhelm mit dem Projekt Grundschulpower einen kleinen Beitrag leisten. Foto: Roland Beck

Elternabende zur Leseförderung

Veitsbronn Elternabend KopieSehr gut besucht war der Elternabend in Veitsbronn. Der Elternbeirat und der Förderverein haben die Veranstaltung organisiert. Das Interesse der Eltern zeigte sich auch in einer lebhaften Diskussion. Die Besucher und die Schulleitung haben sich lobend über den Abend geäußert. Elternabende zur Leseförderung führen wir mit allen Schularten zusammen mit den Schulleitungen auf Anfrage durch.

Lese-Hörbuch für die 1. und 2. Klasse

Vroni Dinxbünxe neu P1010251Vroni Priesner alias Vera C. Koin liest ein Kapitel Ihres neuen Buchs mit kurzen, spannenden Kapiteln und kurzen Sätzen für ein neues Lese-Hörbuch ein. „Dinxbünxe“ eignet sich sehr gut zum Üben für die erste Klasse ab dem zweiten Halbjahr und auch für die zweite Klasse. Edinxbuenxein Kapitel jeden Abend mit den Übungen, die auch mit Ton unterstützt sind, lässt sich zeitlich leicht unterbringen. Auch für die Ferien ist dieses Lese-Hörbuch eine gute Übungsmöglichkeit. Mit der Leseprobe können Sie das Konzept ausprobieren.

Kindheitserinnerungen mit Lese- und Wortschatzübungen

Oma Grete

Grete Gringmuth erzählt als Oma Grete von ihrer Kindheit. Es sind Erlebnisse aus dem Nachkriegsdeutschland. Der Text und die Übungen dazu sind für alle Altersgruppen geeignet. Der Ton, gesprochen von Grete Gringmuth, ermöglicht eine Lesekontrolle durch die Lernenden selbst. Mit diesem Lese-Hörbuch sollenSiegbert Passbild 20150522k Schüler, aber auch Eltern unterstützt werden. Eine Version für Menschen mit Migrationshintergrund mit zusätzlichen Worterklärungen und Wortschatzübungen steht jetzt auch zur Verfügung. Wir wünschen allen Spaß, Freude und Erfolg beim Üben. - Grete Gringmuth und Siegbert Rudolph 

"Alle guten Worte dieser Welt stehen in Büchern."

Chinesisches Sprichwort, gehört von Dr. Birgit Kreß, Erste Bürgermeisterin Markt Erlbach

Von Kindheit an war ich ein Freund des Lesens, und das bisschen Geld, das mir in die Hände kam, wurde für gute Bücher ausgegeben.
Benjamin Franklin

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