Der Lesekoch-Blog

Samstag, 21 Dezember 2013 13:53

Warum ist man Legastheniker?

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In diesem kurzen Beitrag geht es mir nur um die Lesekompetenz, nicht um die Rechtschreibung. Ich frage mich immer öfter, was Legastheniker eigentlich sind? Natürlich kenne ich die offiziellen Definitionen für Legasthenie, Leseschwäche, Analphabeten und funktionale Analphabeten. Wenn ich beschreiben soll, wie meine Schüler lesen, dann würde ich sagen, sie kennen die Buchstaben, sie lesen manchmal sinnentnehmend und manchmal sinnentstellend und manchmal enden ihre Leseversuche in einem sprachlichen Disaster. Klingt nach funktionalen Analphabeten - oder?


Könnte es nicht so sein, dass diejenigen, die nicht richtig lesen können, es einfach nicht richtig gelernt haben? Bei meinen Schülern ist es so, dass sie einfach zu früh mit dem schnellen Lesen begonnen haben, und deswegen eine Ratestrategie entwickelt haben. Dafür können sie selbst mit Sicherheit nichts. Wichtig ist, dass allen betroffenen Kindern geholfen wird. Dafür stelle ich die Lesekoch-Übungen zur Verfügung. Interessant ist die Frage, warum die Schüler nicht "gebremst" wurden, damit sie erste einmal lernen, genau zu lesen? Ich beschäftige mich damit. Ich will herausfinden, ob in den ersten Klassen der Grundschule eine gezielte Hilfe möglich ist. Dazu habe ich ein Leseförderungsprojekt gestartet, das dazu beitragen soll, dass alle Kinder, die die Grundschule verlassen, vernünftig lesen können.

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Lesen ist für den Geist, was Gymnastik für den Körper ist.

Joseph Addison, 1672 - 1719

 

Von Kindheit an war ich ein Freund des Lesens, und das bisschen Geld, das mir in die Hände kam, wurde für gute Bücher ausgegeben.
Benjamin Franklin

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