Kurze Hinweise ...

Raten zwecklos

Alternativsätze

Warum soll ich die Wörter entziffern, wenn ich sie (meist) schneller erraten kann! Das denken viele Schüler mit Leseschwierigkeiten. Die Technik ist eine Angewohnheit, die abgewöhnt werden muss. Wenn die Lesesicherheit schon deutlich verbessert wurde, lese ich zusätzlich zu den normalen Übungen Texte mit Alternativsätzen (siehe Abb.), Ich erkläre, dass Aufmerksamkeit gefordert und Raten zwecklos ist. Ordner Ratetechnik!

Stolperei bei e nach ei

ei e

Heute hatte meine Schülerin Probleme, die Buchstaben "eie" (wie z.B. im Wort speien) richtig zu sortieren. Deshalb habe ich gerade die Übung ei-e erstellt.

Buchstabensalat

Globus Buchstabensalat

Neue Übung "Buchstabensalat 2": Wörter finden durch Klicken auf die Buchstaben in der richtigen Reihenfolge. Ordner für Download

Homeoffice

Leseförderung im Homeoffice 2

Corona bremst die ehrenamtliche Leseförderung aus. Ich zeige im Video, wie man Leseförderung im Homeoffice betreiben kann.

Erfolgserlebnisse

Das Reh 5Vereinfachen, heißt eines meiner Lernprinzipien. Ich stelle immer wieder fest, dass Schüler mit für sie noch zu schwierigen Texten üben. Deshalb fange ich mit bewusst sehr einfach gehaltenen Texten an, damit die Kinder Erfolgserlebnisse erfahren. Ein Beispiel ist die Geschichte "Das Reh", die nur aus Wörtern mit einer Silbe besteht. Diese Übung und andere mit leichten Texten finden Sie in diesem Ordner.

Rechenkärtchen perforiert

Meine Rechenkärtchen zum Schneiden gibt es jetzt auch angepasst an perforierte Seiten. Mit Kärtchen täglich üben ist ideal. Literatur dazu!

Veborgene Tiere

Verborgene Tiere Mal anders üben: verborgene Tiere in Wörtern suchen und Sätze dazu lesen. Übung: Tierquatsch 20 "Verborgene" Tiere

Lern-Videos

Endlich habe ich eine Möglichkeit gefunden, interaktive Videos zu erstellen, und zwar über die Plattform h5p. Ich bin zwei Themen damit angegangen: die Mitlautverdoppelung und Nomen. Ich bin auf Ihr Feedback zu meinen Lern-Videos gespannt.

Lesen online üben

Es geht nichts daran vorbei: Übung macht den Meister, auch beim Lesen. Damit meine - und andere - Schüer das auch leicht zu Hause machen können, habe ich Lese--Videos erstellt. Da kann man praktisch mit mir mitlesen und dadurch Sicherheit gewinnen. Die Übungen sind kurz, und es gibt verschiedene Lesegeschwindigkeiten.

7 + 4 = ?????

Um diese Frage mit 12 zu beantworten, brauchte eine Lese-Schülerin der 3. Klasse gefühlte 10 Sekunden. Ein Fall von Dyskalkulie? Diese Frage interessierte mich überhaupt nicht. Ich habe einfach begonnen ... mehr ...

"Dem" oder "den"?

Heißt es: „Ich gehorche dem Vater oder den Vater? Lautet die Frage: Wem oder wen oder was gehorche ich? Eine Schülerin, die zweisprachig aufgewachsen ist, konnte sich zwischen diesen ähnlich klingenden Alternativen nicht richtig entscheiden. Mit einer eigens dafür entwickelten Übung, in der ich ihr einen Trick beibrachte, konnte ich ihr helfen: Dativ- oder Akkusativobjekt?

Schlüsselkompetenz ...

Gruber Mittelschule k

... im Schulalltag und im täglichen Leben stärken! Damit hilft Peter Gruber Grund- und Mittelschülern.

Interview Zirndorf.TV

Typische Lesefehler ...

... zeigen die Ratetechnik.

Der Lesekoch-Blog

Donnerstag, 23 Februar 2012 14:16

Was haben Erfahrungen in einem Softwarehaus mit Lese-Rechschreibschwierigkeiten zu tun?

geschrieben von 

FAZ vom 22. Februar 2012:

„Durchgereicht und weggelogen -

Eine deutsche Schande: Siebeneinhalb Millionen Analphabeten leben anonym unter uns. Wenn sich nichts ändert, wird die ´Bildungsrepublik´ Entwicklungsland". Ich habe gelernt, dass es am Besten ist, Fehler erst gar nicht entstehen zu lassen bzw. sie gleich zu Anfgang zu beseitigen. Wenn man in der frühen Phase der Entwicklung (hier eines Menschen) spart, dann spart man an der falschen Stelle. 

"Durchgereicht und weggelogen", die Überschrift dieses Artikels von Regina Mönch in der FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZEITUNG vom 22. Februar 2012 erscheint mir treffend. Der Artikel beklagt die bedauernswerte Situation in unserem Land, in dem „siebeneinhalb Millionen Menschen im Alter zwischen achtzehn und vierundsechzig Jahren funktionale Analphabeten sind." Als funktionale Analphabeten bezeichnet man Menschen, die zwar Wörter entziffern, aber zusammenhängende Texte kaum verstehen können, also Menschen mit erheblichen Lese-Rechtschreibschwierigkeiten. Weit mehr als die Hälfte dieser Analphabeten sind deutsche Muttersprachler, heißt es in diesem Artikel.

Als Quereinsteiger in das Thema Legasthenie und Lese-Rechtschreibschwäche versuche ich die Erfahrungen, die ich in meinem Berufsleben erworben habe, in dieses Gebiet einzubringen. Und da drängt sich mir ein Grundsatz aus meinem vierzigjährigen Berufsleben in einem großen Softwarehaus geradezu auf:

Je früher in der Entwicklungsphase Fehler in der Software erkannt und vermieden bzw. beseitigt werden, desto schneller und leichter geht das.

Die vielen Menschen, die Probleme mit dem Lesen (und dann meist auch mit dem Schreiben) haben, haben diese Probleme nicht erst im Erwachsenenalter bekommen. Maßnahmen zur Vermeidung von Analphabetismus wären demnach schon in der Schule, und zwar in den unteren Klassen anzusetzen. Und zwar dann, wenn bemerkt wird, dass die Schüler beim Lesen „hängen bleiben" und sich zum Beispiel mit bestimmten Buchstabenkombinationen schwer tun oder schwierige Wörter wie „initiieren" oder „Akzeptanzprobleme" nur mühsam entziffern können. Mit meinem Projekt „Der Lesekoch" versuchen wir, die AKTIVSENIOREN BAYERN zurzeit an einzelnen Schulen in Zusammenarbeit mit den Lehrern Schülern ab der 5. Klasse mit einem Lesemotivationstraining zu helfen. Das ist natürlich nur eine kleine und punktuelle Maßnahme am Anfang der Problemkette, aber vielleicht setzen wir damit ja ein Zeichen. Sicher erscheint mir, dass je später man mit Maßnahmen beginnt, desto schwerer wird es und desto länger dauert es, bis richtig flott gelesen werden kann. Vielleicht muss man auch noch grundsätzlicher an die Problemursachen herangehen.

In dem überzeugenden Artikel in der FAZ heißt es zum Schluss, dass zum Thema „Alphabetisierung" eine Studie angekündigt ist, ähnlich der Pisa-Studie. Auf das Ergebnis, insbesondere auf die daraufhin zu erwartenden Reaktionen darf man gespannt sein. Vor allem wird interessant, was dann bei vorbildlich (schließlich wollen wir das auf dem Finanzsektor in Europa sein) angezogener Schuldenbremse an Spielraum bleibt. Aber der Artikel zeigt auch, dass es durchaus Politiker gibt, die das Problem erkannt haben. Vielleicht denkt man in der Politik einfach auch einmal über Grundsätze aus dem Wirtschaftsleben nach!

Ich finde, dass etwas geschehen muss. Und weil ich gelernt habe, dass man, wenn man etwas fordert, etwas tun muss, versuche ich mit meinem Projekt wenigstens einen kleinen Beitrag zu leisten.

 

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