Das Land der 1000 Klänge
von Vera C. Koin
https://www.vpriesner.de/
Kapitel 1 Des Königs Krankheit
mit Übungen von Siegbert Rudolph
Im Video liest die Autorin selbst vor.
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Kapitel 1 Des Königs Krankheit
Es war einmal vor langer, langer Zeit. Als es noch Könige, Prinzen und Prinzessinnen gab. In einem Land, kleiner als unsere Stadt. Da lebte ein König, der eine schlimme Krankheit hatte: Man nannte sie die Übellaunigkeit. Kein Arzt konnte ihm helfen. Aber das Schlimmste daran war, dass er vor lauter Übellaunigkeit die Musik verboten hatte. Im ganzen Land ließ er von seinen Soldaten die Musikinstrumente einsammeln. Niemand konnte auch nur die kleinste Flöte oder die noch viel kleinere Fingerzimbel retten.
Die Soldaten des Königs stöberten auf Dachböden, in Kellern, in Schuppen und in Ställen. Sogar das dicke Federbett der Frau Bürgermeister schlitzten sie mit ihren Säbeln auf. Das sah dann aus, als ob es schneien würde.
Kein Instrument entging dem scharfen Blick dieser Unholde. Wochenlang rumpelten Kutschen, Karren, Leiterwagen und alles, was sonst noch Räder hatte, voll bepackt mit Geigen, Klarinetten, Waldhörnern, Klavieren, Trompeten, Posaunen, Trommeln, Gitarren zum Schloss. Für die Kirchenorgel hatte man drei besonders riesige Karren nebeneinander gebunden. Sechs der besten Dressurpferde des Königs mussten schön im Gleichschritt nebeneinanderher traben, um das kostbare Instrument vor dem Entzweibrechen zu bewahren. Alle Instrumente wurden ausgeladen, in das hinterste Burgverlies geschleppt, und hinter einer dicken Tür mit sieben Riegeln verstaut.
Jeden Tag gleich nach seiner Morgentoilette, stieg der König in das Burgverlies hinunter, guckte mürrisch und betrachtete zufrieden
die verschlossene Tür. Das mit der Musik war ein für alle Mal erledigt! ERLEDIGT!
Übungen
Wortschatz
Wenn man die Burg verlassen will, muss man durch diesen Raum.
Damit ist ein finsterer Raum gemeint, in dem Menschen eingesperrt wurden.
- Auf den Salat kommt etwas Dressur für den guten Geschmack.
- Eine Dressur ist ein eingeübtes Kunststück.
- Eine gute Dressur bekommt man beim Frisör.
Die Soldaten stöberten in Dachböden.
Die Soldaten verkrochen sich in Dachböden.
Die Soldaten durchsuchten alles ohne Rücksicht auf Ordnung.
Die Soldaten durwühlten die Sachen auf den Dachböden.
- Der König ist ständig schlecht gelaunt.
- Der König hat sich den Magen verdorben.
- Der König ist nie gut drauf und ärgert alle.
- Dem König ist ständig übel.
- Der König nahm alles übel.
- Scheune
- Schuppen
- Garage
- Haus

- Leiterwagen Kutsche Karren
- Karren Kutsche Leiterwagen
- Karren Leiterwagen Kutsche
- Kutsche Leiterwagen Karren

Trompete Posaune Saxophon Flöte Horn Klarinette

Saxophon Flöte Horn Klarinette Trompete Posaune

Horn Klarinette Trompete Posaune Saxophon Flöte

Trompete Posaune Horn Klarinette Saxophon Flöte

Saxophon Posaune Horn Klarinette Flöte Trompete

Saxophon Flöte Trompete Posaune Horn Klarinette

Zimbeln Gitarre Violine Klavier Trommel Orgel

Zimbeln Klavier Trommel Orgel Gitarre Violine

Gitarre Violine Zimbeln Klavier Trommel Orgel

Trommel Orgel Violine Zimbeln Klavier Gitarre

Orgel Klavier Gitarre Violine Trommel Zimbeln

Gitarre Zimbeln Klavier Violine Orgel Trommel
Genau lesen und Rechtschreibung
Der Gefangene verlies/ß das Verlies/ß.
Ein König in einem keinen Land hatte eine schlimme Kankheit. Die Krankheit wurde Übelaunigkeit genannt. Seine Soldanten sammelten alle Musikinstrunente ein. Die Soldaten stöperten in Kellern und Dachboden. Das Federbrett der Frau Burgermeister wurde aufgeschitzt. Alle Instrunente wurden ins Burgverleis gebracht. Kutschen und Leiterwogen rumpelten damit zum Schloss. Der König gukte mürrisch und war zufieden.