h – richtig lesen

Hintergrund

Das kleine h ist eine Stolperquelle, denn manchmal ist es nicht zu lesen, weil es zum Vokal davor gehört.

Es gibt die langen Vokale ah, eh, ih, oh, uh, äh, öh, üh.

Es handelt sich um historische Sonderschreibungen. Das h sagt, dass der Vokal gedehnt zu lesen ist. Das ist er aber sowieso, weil bei den betreffenden Wörtern nur ein Konsonant nach dem Vokal folgt.

Am einfachsten merkt man sich, dass das h nur am Wortanfang und nach Vorsilben zu lesen ist sowie in der Nachsilbe heit.

Die Regel könnte auch lauten, dass man das h nach einem Vokal nicht liest, weil es zum Vokal gehört. Dann muss man bei der Vorsilbe ge (geheim) aufpassen und bei zusammengesetzen Wörtern, bei denen das erste Wort mit einem Vokal endet und das zweite mit einem H beginnt (Legehenne).

Dass das h auch im ch und im sch vorkommt, macht den Kindern kein Problem, weshalb ich hier dazu nichts bringe.

Wie meistens, übe ich hier mit Wortbatterien und danach mit Sätzen.

Übungen

Wörter lesen

immer hörbar am Wortanfang

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hörbar nach Vorsilben

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Nachsilbe heit, hörbar

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zusammen-gesetzte Wörter, h hörbar

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Vokal mit h, immer stumm, Grundwortschatz 1+2

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Markiere zuerst die hörbaren kleinen h´s und lies dann den Satz!

Die hohe Hecke ist hinter dem hohen Haus.
Die Fahne weht heute fröhlich im Wind.
Sie behielt ihren heimlichen Wunsch für sich, er blieb ihr Geheimnis.
Die Freiheit ist ein hohes Gut, aber nicht hoheitlich.
Wir fahren heute sehr weit mit der Bahn.
Der Lehrer erzählt uns, welche herrliche Städte wir im Vorbeifahren sehen.

Markiere zuerst die stummen h´s und lies dann den Satz!

Die hohe Hecke ist hinter dem hohen Haus.
Die Fahne weht heute fröhlich im Wind.
Sie nahm ihr Geheimnis mit ins hle Grab.
Die Freiheit ist ein hohes Gut, aber nicht hoheitlich.
Wir fahren heute sehr weit mit der Bahn.
Der Lehrer erzählt uns, welche herrliche Städte wir im Vorbeifahren sehen.

Blitzlesen

Nachtrag

Das stumme h als silbentrennendes h

Manche Lehrwerke nutzen die sprachlich falsche Darstellung in Trennsilben zu einer Regel, um das stumme, an sich überflüssige h wenigstens in Teilbereichen begründen zu können. Das stumme h wird bei zweisilbigen Wörtern zum Trennungs-h. Es soll zeigen soll, dass die beiden e bei gehen keinen Doppelvokal (geen) darstellen (wie bei Meer). Aber, das ist Augenwischerei, denn das h beim Vokal verhindert das Doppel-e ja sowieso. Zu Beginn einer Silbe verführt es aber zum Sprechen. Schön sieht man das bei Schuh. Bei Schu-he wandert das h, Bestandteil des Vokals uh, einfach in die Trennsilbe. Das sogenannte Trennungs-h wird von Kindern immer öfter nicht nur gelesen, sondern fließt in den normalen Sprachgebrauch ein. Wenn ein Kind das stumme h liest, wird das von mir nur dann korrigiert, wenn es sonst nichts zum Korrigieren gibt. Wenn ich mit Silben arbeite, trenne ich keine Laute.

Im LehrplanPlus (Bayern) wird beim Grundwortschatz das Wort gehen sowohl unter „nicht hörbares h“ als auch unter „Wörter mit silbentrennendem h“ aufgeführt.

Vorzulesende Abschnitte markieren!