Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Eltern,

Hurra, wir dürfen wieder in die Schule!

Sicher denken nicht alle Schüler so, aber auf jeden Fall viele Lesepaten! Ich freue mich, dass es mir in den Ferien möglich war, mein Rechtschreibförderkonzept sowohl für die Grund- als auch für die Weiterführenden Schulen fertigzustellen. Lediglich einige Kapitel für die Grundschule (Teil 2 der Dateien) muss ich noch abstimmen.

Mein Ziel ist es, Lesepaten zu ermutigen, ihre Schüler, nachdem diese sich beim Lesen verbessert haben, mit Rechtschreibübungen weiter zu fördern. Als ich mich vor zwei Jahren zum ersten Mal mit dem Gedanken beschäftigte, mich auch um die Rechtschreibförderung zu kümmern, hatte ich ein Schockerlebnis. Ich besorgte mir die Aufgaben aus dem Quali und stieß beim Fach Deutsch auf folgende Aufgabe: „Begründe, warum das Wort Hund mit d und nicht mit t geschrieben wird!“ Ich war vollkommen perplex. Als Antwort hätte ich nur schreiben können: „Weil ich das halt weiß!“ Inzwischen habe ich gelernt, dass unsere Schüler in solchen Fällen die Regel der Auslautverlängerung anwenden sollen. Wenn man das Wort „Hund“ spricht, hört man ja tatsächlich ein t und kein d. Deshalb sollen die Schüler die Mehrzahl bilden, was man Auslautverlängerung nennt. Bei „Hunde“ hört man klar ein d und kein t. Solche geistigen Verrenkungen muss man machen, wenn man zuerst nach Gehör schreibt, was meiner Generation erspart blieb.

Meine Überlegung war nun, ein Förderungskonzept zu erstellen, bei dem die Lesepaten nicht erst einmal selbst die neuesten Regeln und Schreibweisen lernen müssen. Dazu habe ich jedes einzelne Rechtschreibthema so aufbereitet, dass es der Trainer Schritt für Schritt und zwar interaktiv mit dem Schüler durcharbeiten kann. Mit gutem Rat wurde ich dabei von der Grundschulrektorin Meike Wenzl und der Beratungsrektorin Ute Eberlein unterstützt. Zur Erläuterung der Grundlagen gibt es im Lehrer/Trainer-Ordner entsprechende Dateien. Im Schüler-Ordner sind dann zusätzliche Übungen, um das Gelernte zu vertiefen und abzusichern. Es gibt auch Lernzieldiktate, bei denen der Schüler nur die Wörter des jeweiligen Lernziels zu schreiben braucht. Dem Trainer steht eine Seite mit den Lösungen zur Verfügung. Zur Verdeutlichung arbeite ich, dort wo es sinnvoll ist, auch mit Ton, wobei die Trainer diesen natürlich auch selbst sprechen können. Die Großschreibung und die Mitlautverdoppelung als wichtigste Themen befinden sich jeweils im ersten Teil. Insbesondere mit diesen Themen konnte ich schon sehr gute Erfahrungen sammeln und feststellen, dass die Schüler gerne mitarbeiten. Einer meiner Schüler meite sogar, Rechtschreibung mache ihm jetzt Spaß.  

Zunächst habe ich für die Freischaltung zum Herunterladen aller Rechtschreibdateien im Registrierungsformular auf meiner Internetseite ein eigenes Feld vorgesehen, das anzuklicken ist. Einige Dateien habe ich generell freigeschaltet. Im Menüpunkt „Übungen herunterladen / Verschiedene Videos und Formulare“ gibt es auch kurze Filmchen zum Thema.

Ich würde mich freuen, wenn dieses Thema verstärkt aufgegriffen wird. Für Fragen dazu stehe ich gerne zur Verfügung. In jedem Fall wünsche ich allen Trainern und den Eltern einen guten Start in die neue Schulsaison.

Mit freundlichen Grüßen – Siegbert Rudolph

Oberasbach, 12. September 2017

Lest nicht wie die Kinder, zum Vergnügen, noch wie die Streber, um zu lernen, nein, lest, um zu leben.

Gustave Flaubert

"Es gibt nichts Schöneres, als ein Buch aufzuschlagen und in eine Geschichte einzutauchen. Bücher lesen heißt wandern gehen." Vera C. Koin

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