Welche Voraussetzungen sind wichtig?

Klar, ein Lesetrainer sollte selbst sicher lesen können. Die wichtigsten Eigenschaften, die man als Lesetrainer mitbringen muss, sind Einfühlungsvermögen und Geduld. Der Trainer muss Mut machen. Das Kind muss spüren, dass ihm geholfen wird, und es nicht unter Druck gesetzt wird. Ganz wichtig ist es, die Kinder zu loben. Aber Vorsicht: kein falsches Lob. Wenn das Kind schlecht liest, kann man nicht sagen: "Gut gemacht". Aber man kann sagen: "Das war doch schon besser, es wird schon!" Und man braucht natürlich Zeit. Mindestens 45 Minuten pro Woche für einen Schüler für das Training und zusätzlich ein bisschen Zeit für die Vorbereitung.

Die Schulen sind gesetzlich verpflichtet, ein "Erweitertes polizeiliches Führungszeugnis" zu verlangen. Normalerweise wird dafür beim Gemeideamt eine Gebühr fällig. Für das Ehrenamt gibt es eine Ausnahme. U.U. muss man es dann aber über die Schule anfordern.

Wer mit dem Lesekoch-System arbeitet, braucht keine tiefgehenden PC-Kenntnisse. Die Anwendung geschieht auf Basis von PowerPoint von Microsoft. Mit Schaltflächen und Makros, die auf einfachste Art aufgerufen werden können, ist die Nutzung kein Problem.

Wenn sich ein Schüler eine falsche Lesetechnik angeeignet hat, dann kann die nicht von heute auf morgen abgestellt werden. Manchmal ist es so, zumindest bei älteren Schülern, dass man in den ersten Wochen keinen Fortschritt bemerkt. Davon darf sich der Trainer nicht entmutigen lassen. Trainer brauchen auch ein gerüttelt Maß an Eigenmotivation und den Glauben, dass das Kind seine Leseschwierigkeiten überwinden kann, auch wenn das dauert.

Man kann davon ausgehen, dass die Leseförderung eines Schülers ein Schuljahr beträgt. Manchmal geht es schneller. Aber es kann auch mal ein viel längerer Zeitraum sein. Je früher die Förderung einsetzt, desto besser ist es.

Die Lesekoch-Übungen können auch in ausgedruckter Form beim Training zum Einsatz kommen. In den meisten Fällen ist das problemlos möglich, man muss dann u.U. die Lösungen abdecken. Auch der Einsatz eines Leselineals kann hier helfen. Den Kindern macht es jedoch meist Spaß, auch selbst am Computer-Bildschirm mit der Maus die Leseaufgaben zu bearbeiten.

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"Alle guten Worte dieser Welt stehen in Büchern."

Chinesisches Sprichwort, gehört von Dr. Birgit Kreß, Erste Bürgermeisterin Markt Erlbach

"Es gibt nichts Schöneres, als ein Buch aufzuschlagen und in eine Geschichte einzutauchen. Bücher lesen heißt wandern gehen." Vera C. Koin

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