Oma Grete erzählt
Kapitel 07
Übungen von Siegbert Rudolph
Kapitel 07 Kochen und backen
Das wichtigste Objekt in der Küche war ein mit Holz und Kohle beheizter Herd. Oben befanden sich drei Kochstellen. Mit Hilfe von abnehmbaren eisernen Ringen konnte man diese vergrößern oder verkleinern. Wurden die Ringe entfernt, stand der Topf direkt über dem Feuer. Daneben eingelassen war ein großer Wasserbehälter, wegen seiner ovalen Form auch Schiff genannt. Dadurch hatte die Hausfrau immer heißes Wasser zur Verfügung. Unten in der Röhre konnte man Kuchen backen. Diese Röhre befand sich nicht über, sondern neben der Feuerstelle. Daher musste man den Kuchen beim Backen öfters drehen. Trotzdem geriet er häufig etwas schief. Eine Seite war hoch und durchgebacken, die andere Seite etwas "speckig". Man konnte die Kuchen auch zum Bäcker bringen und dort backen lassen. Der Transport des noch ungebackenen Teiges war jedoch mühsam.
Einen Kühlschrank hatten wir nicht. Den konnte man erst nach der Währungsreform 1948 kaufen. Und auch da dauerte es noch lange, bis wir genügend Geld dafür hatten. Bis dahin wurden unsere Lebensmittel im Keller gekühlt oder schnell verbraucht. Milch wurde täglich frisch mit einer Kanne geholt und sofort abgekocht.
Mit dem Essen richteten wir uns nach den Jahreszeiten: im Sommer viel Salat und Gemüse, im Herbst Süßspeisen wie Zwetschgenknödel oder Grießbrei mit Apfelmus. Im Winter und im Frühling verwendete man alles, was man trocknen oder lagern konnte.
Ganz beliebt war auch gedörrtes Obst, zum Beispiel Apfelringe, Birnen oder Backpflaumen.
Bohnen und Obst wurden eingeweckt. Das heißt, es wurde in Weckgläsern (benannt nach der Firma Weck) eingekocht und haltbar gemacht. Sogar Eier konnte man einlegen. Man legte sie in eine glibberige Flüssigkeit, dem sogenannten "Wasserglas". Sie hielten sich einige Monate. Dann waren sie aber nur noch zum Backen und zum Kochen geeignet.
Arme Ritter
Wir Kinder kannten weder Bananen noch Orangen, erst recht keine Schokolade. Da uns dies alles nicht bekannt war, vermissten wir es nicht. Vielmehr testeten wir ewig Hungrigen alles auf Essbarkeit: Gänseblümchen, halbreifes Obst, Beeren, Sauerampfer, Taubnessel und, und, und.
Abenteuerlich waren während und nach dem Krieg die Kuchenrezepte. Es gab kein Fett, keinen Zucker, kein Weizenmehl, keinen Kakao, keine Gewürze.
Also wurde mit Kaffeesatz, Rübensirup und Roggenmehl gebacken. Die Schauspieler, welche bei uns wohnten, experimentierten gerne. Zusammen mit meiner Mama versuchten sie sich erfolgreich mit allerlei mühsam gehorteten Resten.
Ein Beispiel: "Arme Ritter" im Sparmodus:
Schwarzbrot in einer Teighülle aus dunklem Mehl und Wasser wird im Wasser gekocht. Fett zum Backen gab es ja nicht. Dazu gab es Apfelmus aus Fallobst. Alles wurde aufgegessen und es schmeckte uns!
Zum Vergleich hier das Originalrezept, Arme Ritter (auch Kartäuser Klöße genannt):
6 bis 8 alte Semmeln werden durchgeschnitten. Dann werden sie in einer Mischung aus Milch, Zucker und Eigelb eingeweicht. Sie werden in Eiweiß und Semmelbrösel gewälzt und in der Pfanne goldbraun gebacken. Nach Belieben mit Zimtzucker bestreuen und mit einer süßen Soße servieren.
Übungen
Der Herd bei Oma Grete hatte vier Kochstellen. JA/NEIN
Der Herd hatte einen großen, eingelassenen Wasserbehälter. JA/NEIN
Der Wasserbehälter war rund. JA/NEIN
Der Kuchen musste beim Backen öfters gedreht werden. JA/NEIN
Der Kühlschrank wurde gleich nach der Währungsreform gekauft. JA/NEIN
Milch wurde in einer Kanne gekauft und sofort abgekocht. JA/NEIN
Im Sommer aß man Süßspeisen. JA/NEIN
Bohnen und Obst wurden in Aufweckgläsern eingekocht. JA/NEIN
Eier wurden in eine glibberige Flüssigkeit eingelegt. JA/NEIN
In der Küche gab es viele Gegenstände.
- Der Transport war jedoch sehr mühsam.
- Das heißt, er war in die Oberfläche versenkt.
- Sie wurden in Gläsern haltbar gemacht.
- Er sah ungefähr wie ein Ei aus.
- Diese war schleimig und wabbelig.
- Das wichtigste Objekt war der Herd.
Der Wasserbehälter war eingelassen.
- Diese war schleimig und wabbelig.
- Das wichtigste Objekt war der Herd.
- Der Transport war jedoch sehr mühsam.
- Das heißt, er war in die Oberfläche versenkt.
- Sie wurden in Gläsern haltbar gemacht.
- Er sah ungefähr wie ein Ei aus.
Der Wasserbehälter hatte eine ovale Form.
- Das heißt, er war in die Oberfläche versenkt.
- Sie wurden in Gläsern haltbar gemacht.
- Er sah ungefähr wie ein Ei aus.
- Diese war schleimig und wabbelig.
- Der Transport war jedoch sehr mühsam.
- Das wichtigste Objekt war der Herd.
Bohnen und Obst wurden eingeweckt.
- Sie wurden in Gläsern haltbar gemacht.
- Der Transport war jedoch sehr mühsam.
- Das heißt, er war in die Oberfläche versenkt.
- Er sah ungefähr wie ein Ei aus.
- Diese war schleimig und wabbelig.
- Das wichtigste Objekt war der Herd.
Die Eier legte man zum Haltbarmachen in eine glibberige Flüssigkeit.
- Er sah ungefähr wie ein Ei aus.
- Der Transport war jedoch sehr mühsam.
- Das heißt, er war in die Oberfläche versenkt.
- Sie wurden in Gläsern haltbar gemacht.
- Diese war schleimig und wabbelig.
- Das wichtigste Objekt war der Herd.