Oma Grete erzählt
Kapitel 10
Übungen von Siegbert Rudolph
Kapitel 10 Die gute alte Schule
Im Herbst 1945 wurde ich eingeschult. So kurz nach dem Krieg konnten wir nicht einfach in ein Geschäft gehen und einen Schulranzen aussuchen. Man behalf sich mit vererbten Ranzen, aber auch mit Taschen, Beuteln oder Rucksäcken. Ich übernahm von einem Cousin einen Ranzen aus Rindsleder. An dem hatte ich sehr zu schleppen. In den ersten beiden Schuljahren gab es noch keine Hefte. Man benützte eine Schiefertafel, und Griffel aus Schiefer, die beim Schreiben quietschten. Außerdem hatte ich einen hölzernen Griffelkasten, eine Dose mit einem feuchten Schwamm und einen Lappen zum Trockenreiben der Tafel.
Gemischte Klassen waren in Sigmaringen nicht üblich. Buben und Mädchen wurden in getrennten Klassen unterrichtet. Ich kam mit 56 Mädchen in eine Klasse unter dem strengen Regiment von Frau Frick. Wir saßen in Zweierreihen hintereinander und mussten uns per Handhochhalten melden.
Unsere Frau Frick war streng, aber gerecht, und sie schlug uns niemals. Ihre einzige Strafe war "In-der-Ecke-stehen". In anderen Klassen hörte man oft von schriftlichen Strafarbeiten, Hieben mit dünnen Gerten, und Bloßstellung.
Letzteres passierte mir in der Handarbeitsstunde ein einziges Mal. Da ich beim Stricken nur ganz fürchterliche Dinge erzeugte, musste ich mich auf einen Stuhl stellen.
Die Handarbeitslehrerin rief in die Klasse: "Ist dieses Kind in allen Fächern so blöd wie bei mir?" Das kann ich ihr bis heute nicht vergessen. Im Übrigen wechselte ich nach 4 Jahren in eine Mädchenschule mit dem Ziel der "Mittleren Reife".
Dort lernte ich nicht nur Englisch und Französisch. Ich entwickelte auch recht annehmbare Fähigkeiten im Fach Handarbeit!
Übungen
Grete bekam einen schweren Schulranzen aus Rindsleder. JA/NEIN
Den Schulranzen übernahm Grete von ihrer älteren Cousine. JA/NEIN
Man schrieb damals zunächst nicht in Hefte, sondern auf eine Tafel. JA/NEIN
Buben und Mädchen wurden zusammen unterrichtet. JA/NEIN
Die Lehrerin, Frau Frick, führte ein strenges Regiment. JA/NEIN
Das Schlagen von Schulkindern war schon immer verboten. JA/NEIN
Bei Frau Frick gab es Strafarbeiten und Hiebe mit dünnen Gerten. JA/NEIN
Nach vier Jahren kam Grete in eine Schule zu katholischen Schwestern. JA/NEIN
Die Schule hatte das Ziel der „Mittleren Reife“. JA/NEIN
Gretes Handarbeiten waren auch dort fürchterlich. JA/NEIN
tragen schleppen transportieren vertragen ziehen
Gretes Klasse stand unter dem strengen Regiment von Frau Frick.
- Das, was sie fertigte, konnte sich sehen lassen.
- Die Kinder durften machen, was sie wollten.
- Die Kinder mussten machen, was sie sagte.
- Das Ding war nämlich sehr schwer.
- Man wurde vor den anderen Kindern gedemütigt und blamiert.
- Jungen und Mädchen wurden gesondert unterrichtet.
Eine Art der Bestrafung in der Schule war die Bloßstellung.
- Das Ding war nämlich sehr schwer.
- Man wurde vor den anderen Kindern gedemütigt und blamiert.
- Jungen und Mädchen wurden gesondert unterrichtet.
- Das, was sie fertigte, konnte sich sehen lassen.
- Die Kinder durften machen, was sie wollten.
- Die Kinder mussten machen, was sie sagte.
Grete hatte an dem Schulranzen schwer zu schleppen.
- Das, was sie fertigte, konnte sich sehen lassen.
- Das Ding war nämlich sehr schwer.
- Die Kinder durften machen, was sie wollten.
- Die Kinder mussten machen, was sie sagte.
- Man wurde vor den anderen Kindern gedemütigt und blamiert.
- Jungen und Mädchen wurden gesondert unterrichtet.
Gemischte Klassen waren in Sigmaringen nicht üblich.
- Das Ding war nämlich sehr schwer.
- Man wurde vor den anderen Kindern gedemütigt und blamiert.
- Das, was sie fertigte, konnte sich sehen lassen.
- Die Kinder durften machen, was sie wollten.
- Die Kinder mussten machen, was sie sagte.
- Jungen und Mädchen wurden gesondert unterrichtet.
Grete entwickelte brauchbare Fähigkeiten im Fach Handarbeit.
- Jungen und Mädchen wurden gesondert unterrichtet.
- Das, was sie fertigte, konnte sich sehen lassen.
- Die Kinder durften machen, was sie wollten.
- Die Kinder mussten machen, was sie sagte.
- Das Ding war nämlich sehr schwer.
- Man wurde vor den anderen Kindern gedemütigt und blamiert.