Oma Grete erzählt

Kapitel 14

Übungen von Siegbert Rudolph

Kapitel 14 Badetag


Heute ist es schwer vorstellbar: Viele Familien hatten nach dem Krieg noch kein Bad. Man wusch sich mit kaltem Wasser am Wasserhahn in der Küche. Nur zum Zähneputzen gab es einen Becher voll mit warmem Wasser. Die Toilette befand sich bei manchen Gebäuden zwischen zwei Wohnungen. Bei "eiligen Geschäften" mussten wir manches Mal rennen!

Am Samstagabend wurde die Waschküche im Keller zum Bad vorbereitet. Wir hängten die Kellerfenster zu, damit keiner gucken konnte. Der große Wasserkessel wurde angeheizt. Dann füllte meine Mutter das heiße Wasser in eine große Zinkbadewanne. Ich durfte hineinsteigen und die Wärme genießen. Meine Mutter wusch mir die Haare und schrubbte mich gründlich ab. Sie selbst badete erst nach mir.

Bei meiner Freundin Brigitte musste eine Wannenfüllung für alle reichen. Sie hatte noch 3 Brüder!

Wir gönnten uns immerhin den Luxus, für jeden das Wasser zu wechseln.

Übungen


JA oder NEIN
Viele Familien hatten nach dem Krieg kein eigenes Bad. JA/NEIN
Warmes Wasser kam aus dem Wasserhahn in der Küche. JA/NEIN
Die Toilette befand sich manchmal in einem Zwischengeschoss. JA/NEIN
Am Samstag wurde die Waschküche im Dachgeschoss vorbereitet. JA/NEIN
Die Badewanne war aus Zink. JA/NEIN
In manchen Familien wurde das Badewasser für alle benutzt. JA/NEIN
Welches Wort passt nicht in die Reihe?
Toilette pinkeln WC Klo Thron Abort Lokus
gucken schauen blicken sorgen sehen
schrubben reiben scheuern schauern reinigen
Luxus Gelüste Prunk Pracht
gründlich vollkommen erschöpfend grundlos rundherum vollends