Oma Grete erzählt

Kapitel 16

Übungen von Siegbert Rudolph

Kapitel 16 Kopf hoch


In Sigmaringen gab es Zahnärzte und Dentisten, das sind Zahnbehandler ohne Studium. Ein Termin beim Zahnarzt war gefürchtet und tatsächlich eine Schinderei. Wegen der miserablen Ernährung musste häufig gebohrt werden. Dann fing ich schon vorher an zu zittern.

Damals gab es am Behandlungsstuhl noch keine Turbinen mit Hochgeschwindigkeit. Der Zahnarzt oder Dentist bohrte mit einer ungekühlten Bohrmaschine. Dadurch erhitzte sich der behandelte Zahn rasch und schmerzhaft. Einmal sprang ich vom Stuhl und durch das offene Fenster hinaus! Zum Glück befand sich die Praxis im Erdgeschoss. Kinderkrankheiten wurden in der Regel mit Hausmitteln behandelt: Kalte Wickel gegen Fieber, Schmalzwickel gegen Mumps, Augentrost (ein Heilkraut) bei Augenentzündungen.

Einen Kinderarzt gab es nicht, wohl aber ein Krankenhaus und Hausärzte. Diese behandelten die ganze Familie und machten jederzeit Hausbesuche.

Mit 11 Jahren hatte ich einen Unfall, der recht resolut behandelt wurde. Beim Spielen mit der Jugendgruppe stürzte ich im Halbdunkel in einen offenen Kellerschacht. Meine Freunde fanden mich bewusstlos und blutüberströmt. Sie holten mich heraus und brachten mich zum Arzt. Der stellt eine Gehirnerschütterung fest und nähte die große Kopfwunde. Danach wurde ich dick verbunden, war aber immer noch ohne Bewusstsein.

Einer der älteren Buben bot sich an, mich auf seinem Fahrrad heimzuschieben. Er setzte mich auf den Sattel, umfasste mich mit einem Arm und schob mit der anderen Hand das Rad. Irgendwann kam ich zu mir und fragte: "Warom bin i auf deinem Rad?" Er antwortete: "Weil du it laufa kaascht!" Danach hütete ich eine Woche lang das Bett. Der Arzt kam täglich vorbei, aber es fand keinerlei Röntgenkontrolle statt.

Übungen


JA oder NEIN
Die Ernährung war damals besonders fettreich. JA/NEIN
Die Bohrmaschinen beim Zahnarzt wurden schnell heiß. JA/NEIN
Einmal sprang Grete aus einem Fenster im ersten Stock. JA/NEIN
Gegen Fieber gab es heiße Wickel. JA/NEIN
Nach ihrem Unfall wurde Grete geröntgt. JA/NEIN
Finde die passende zweite Zeile!
Die Wunden von Grete wurden recht resolut behandelt.
- Der Arzt kam täglich zu Grete.
- Der Zugang zu dem Keller war nicht abgesichert.
- Man ging die Sache energisch und zupackend an.
- Das war für die Patienten sehr unangenehm.
- Damit kann man Knochen auf einem Bildschirm sichtbar machen.
- Das heißt, sie war sieben Tage krank.
Finde die passende zweite Zeile!
Grete stürzte im Halbdunkel in einen offenen Schacht.
- Das war für die Patienten sehr unangenehm.
- Damit kann man Knochen auf einem Bildschirm sichtbar machen.
- Der Arzt kam täglich zu Grete.
- Der Zugang zu dem Keller war nicht abgesichert.
- Man ging die Sache energisch und zupackend an.
- Das heißt, sie war sieben Tage krank.
Finde die passende zweite Zeile!
Beim Zahnarzt gab es noch keine Turbinen mit Hochgeschwindigkeit.
- Der Arzt kam täglich zu Grete.
- Das war für die Patienten sehr unangenehm.
- Damit kann man Knochen auf einem Bildschirm sichtbar machen.
- Das heißt, sie war sieben Tage krank.
- Der Zugang zu dem Keller war nicht abgesichert.
- Man ging die Sache energisch und zupackend an.
Finde die passende zweite Zeile!
Grete hütete nach dem Unfall eine Woche das Bett.
- Das war für die Patienten sehr unangenehm.
- Damit kann man Knochen auf einem Bildschirm sichtbar machen.
- Der Arzt kam täglich zu Grete.
- Der Zugang zu dem Keller war nicht abgesichert.
- Das heißt, sie war sieben Tage krank.
- Man ging die Sache energisch und zupackend an.
Finde die passende zweite Zeile!
Nach Unfällen werden oft Röntgenkontrollen durchgeführt.
- Man ging die Sache energisch und zupackend an.
- Das war für die Patienten sehr unangenehm.
- Damit kann man Knochen auf einem Bildschirm sichtbar machen.
- Der Arzt kam täglich zu Grete.
- Der Zugang zu dem Keller war nicht abgesichert.
- Das heißt, sie war sieben Tage krank.