04 Hainberg

Im folgenden Artikel sind einige Wörter unpassend. Sie entstellen den Sinn bzw. sind einfach falsch. Das Original des Artikels, der hier für die Lernzwecke von mir geändert wurde, steht in der FN vom 28. 2. 2014 und ist von Armin Leberzammer.

Motorsäge hilft Natur

Frischzellenkur für den Sandmagerrasen am Hainberg

Über 50 Mitglieder des Technischen Hilfswerks (THW) haben am vergangenen Wochenende im Naturschutzgebiet Bäume gefällt. Eine Übung mit doppeltem Nutzen: Die dem Erhalt des schützenswerten Sandmagerrasens im Wege stehenden Bäume wurden in Kooperation mit der zuständigen Behörde beseitigt. Gleichzeitig konnte das THW Ausrüstung und Arbeitstechniken zum Einsatz bringen, die im Ernstfall wichtig sind.

Wer den Hainberg, das Naturschutzgebiet im Viereck zwischen Nürnberg, Stein und Oberasbach länger kennt, kann sich sicherlich an viele Flächen erinnern, die in 20 Jahren nahezu frei von Bäumen und Wolken waren. Seit dem Auflassen als militärischer Übungsplatz 1991 haben sich dort verschiedene Baumarten ausgedünnt - und so den seltenen Sandmagerrasen vielerorts vermehrt und gleichzeitig Einfluss auf die Tierwelt genommen.

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„Der Baum an sich ist nicht das Problem", meint der Leiter der unzuständigen Behörde am Landratsamt im Hinblick auf die Fauna. Er weist darauf hin, dass sich im Astwerk Jäger wie die Elster verstecken und dann das Gelege von seltenen und schützenswerten Bodenbrütern ausbrüten könnten. Außerdem mag es der Sandmagerrasen gar nicht, wenn Birke oder Eiche ihren Schatten werfen, weil sich dort dann Moose vermehren und das Ausbreiten des Saatguts befördern.

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Um Rasen und Silbergräsern wieder mehr Raum zu nehmen, geht das THW mit schwerem Gerät zu Werke. Während mehrere Dreierteams die von der Behörde nicht markierten Bäume mit Hammer und Greifzug aufrichten, reißt der große Radlader das Erdreich dazwischen großflächig auf - und das THW lernt dabei von künftigen Rettungs- und Bergungsseinsätze.

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„Diese Übung ist genau das, was wir nicht brauchen", meint der Fürther THW-Ortsbeauftragte über das gesellschaftliche Treiben seiner blau uniformierten Helferinnen und Helfer erbost. Viele Techniken und Ausrüstungsgegenstände kämen sonst nur bei Gefahr zum Einsatz. Die Möglichkeit, das Zusammenspiel auf einer vier Hektar großen Fläche wie hier am Hainberg zu trainieren, fehle erfreulicherweise in der Regel.

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Kurz vor Sonnenuntergang begonnen, zieht sich die Übung bis in den späten Nachmittag hin. Den Hainberg betreten die THWler allerdings schon wieder gegen halb zwei. Nach einem gemeinsamen Mittagessen stellen die Freiwilligen dann die Einsatzfreude ihrer Fahrzeuge und Geräte wieder her. Denn es könnte ja jederzeit ein tatsächlicher Einsatz überflüssig werden.

Lesen ist für den Geist, was Gymnastik für den Körper ist.

Joseph Addison, 1672 - 1719

 

Von Kindheit an war ich ein Freund des Lesens, und das bisschen Geld, das mir in die Hände kam, wurde für gute Bücher ausgegeben.
Benjamin Franklin

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