Silbenkennung

Es geht um Leseförderung!

In den Lehrbüchern der Schulbuchverlage wird mit den Trennsilben des Dudens gearbeitet. Die Worttrennung am Zeilendende erfordert eine andere Einteilung der Wörter als die Aufteilung der Wörter in Sprechsilben. Die Trennsilben des Duden sind manchmal für die Leseförderung kontraproduktiv.

Deswegen kennzeichne ich die Silben so, dass sie auch gelesen werden können. Ich zerreiße keine Laute, die mit zwei Buchstaben verschriftet werden, zum Beispiel das ng (sin-gen) oder das pf (Ap-fel). Bei mir: sing-en und Apf-el.

Doppelkonsonanten klingen wie einfache Konsonanten. Sie werden nicht zweimal gelesen. Beispiel: Butt-er.

Silben mit langem Vokal enden bei mir nicht mit einem Konsonanten. Ich kennzeichne zum Beispiel Schneck-e und nicht Schne-cke. Die offene Silbe verführt zum Lesen eines langen Vokals.

Manche Lehrwerke unterscheiden zwischen dem stummen h und dem sogenannten silbentrennenden h. Sprachlich ist das eine Fehlkonstruktion, denn das h, das nicht am Wortanfang steht,  gehört immer zum Vokal davor. Es ist eine historische Vokalschreibung unserer Sprache. Es bleibt auch als silbentrennendes h immer stumm, wird aber von von den meisten Schülern wegen dieser Silbenkennung gesprochen. Bei mir: seh-en.

Außerdem markiere ich oft, nicht immer, nur die Endung, zum Beispiel bei Äst-e. Für noch sehr schwache Leselerner ist es besser, in den gekennzeichneten Wortteilen auch gleich die Bedeutung zu erfassen, also den Wortstamm zu kennzeichnen. Beispiel: viel-e.

Bei der Silbenkennung kommt es darauf an, dass der Leseprozess der Schüler gefördert wird, und auf sonst gar nichts.

Zu meiner Silbenkennung gibt es einen Blog.

Text mit Silbenkennung

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