Kurze Hinweise ...

Was Hänschen nicht lernt ...

... lernt Hans nur sehr schwer. Ich habe das bekannte Sprichwort modifiziert, denn man kann auch später so manches Versäumte noch lernen, allerdings mit viel größerem Aufwand als zum Beispiel in der Grundschule, die gerade auf 100 Jahre Geschichte zurückblickt. Erschrocken bin ich über die Ausführungen der Vorsitzenden des Grundschulverbandes. MEHR!

Lachen oder weinen?

In den Fürther Nachrichten vom 17. April 2019 gab es einen Artikel mit der Überschrift „Streit ums Geld für die Schulen“. Darin wird sehr schön das beschrieben, was ich in meinem Blogbeitrag vom 2. Dezember 2018 schon vorhergesagt habe. Was ist geschehen? Nachschlag!

Lesen online üben

Es geht nichts daran vorbei: Übung macht den Meister, auch beim Lesen. Damit meine - und andere - Schüer das auch leicht zu Hause machen können, habe ich Lese--Videos erstellt. Da kann man praktisch mit mir mitlesen und dadurch Sicherheit gewinnen. Die Übungen sind kurz, und es gibt verschiedene Lesegeschwindigkeiten.

Neu: Lern-Videos

Endlich habe ich eine Möglichkeit gefunden, interaktive Videos zu erstellen, und zwar über die Plattform h5p. Ich bin zwei Themen damit angegangen: die Mitlautverdoppelung und Nomen. Ich bin auf Ihr Feedback zu meinen Lern-Videos gespannt.

"Dem" oder "den"?

Heißt es: „Ich gehorche dem Vater oder den Vater? Lautet die Frage: Wem oder wen oder was gehorche ich? Eine Schülerin, die zweisprachig aufgewachsen ist, konnte sich zwischen diesen ähnlich klingenden Alternativen nicht richtig entscheiden. Mit einer eigens dafür entwickelten Übung, in der ich ihr einen Trick beibrachte, konnte ich ihr helfen: Dativ- oder Akkusativobjekt?

7 + 4 = ?????

Um diese Frage mit 12 zu beantworten, brauchte eine Lese-Schülerin der 3. Klasse gefühlte 10 Sekunden. Ein Fall von Dyskalkulie? Diese Frage interessierte mich überhaupt nicht. Ich habe einfach begonnen ... mehr ...

Warten auf den Crash?

ERste Klasse Fotolia 147682296 XS png"Je früher, desto besser.", sagt Prof. Schulte-Körne zur Förderung bei Legasthenie. Zum Beitrag!

Schlüsselkompetenz ...

Gruber Mittelschule k

... im Schulalltag und im täglichen Leben stärken! Damit hilft Peter Gruber Grund- und Mittelschülern.

Trainer werden, wie ...

Meier GS AltenbergBrandt Helmut AS... Gisela Meier, die findet, dass das ihr Leben reicher macht, oder Helmut Brandt, der sich mit seinen Schülern auf das Training freut!

Interview Zirndorf.TV

Typische Lesefehler ...

... zeigen die Ratetechnik.

Lachen beim Üben ...

Lachen beim Üben

... mit Witzen:

Online-Übungen mit Kontrollmöglichkeit!

Spaß am Lesen Verlag - http://spassamlesenverlag.de/cms/website.php Lesen für alle


Neulich wurde ich von einem Lesepaten gefragt, ob Texte in „Leichter Sprache“ auch etwas für das Lesetraining seien. Der Lesepate war zufällig im Internet auf diesen Begriff gestoßen.


Zunächst muss man zwischen „Leichter Sprache“ und „Einfacher Sprache“ unterscheiden. Für die Leichte Sprache gibt es zahlreiche Regelungen, bei der Einfachen Sprache kommt es nur darauf an, dass der Text auch für weniger geübte Leser übersichtlich und verständlich ist. Dazu werden in erster Linie die Sätze gekürzt, Ausschmückungen (Adjektive) weggelassen und schwierige Wörter vermieden. Das Buch „Der Altmann ist tot“ von Fräulein Krise und Frau Freitag hat im Original 303 Seiten, ziemlich eng bedruckt. Die Ausgabe in Einfacher Sprache vom Spaß am Lesen Verlag kommt mit108 Seiten aus, die noch dazu eine größere Schrift und größere Zeilenabstände haben. Die Handlungsstränge bleiben zwar erhalten, aber das Drumherum wird drastisch reduziert. Beispiel, Satz im Original: „Ich stelle meine Kaffeetasse so langsam und geräuschlos wie möglich auf den Tisch ab und unterdrücke ein nervöses Husten. Frau Herz sucht meinen Blick und hebt fragend die Schultern. Frau Nolte neben ihr hat eine Hand auf den Mund gepresst. Keine Frage – es muss etwas Schlimmes passiert sein.“ Dieser Passus geht mit mindestens noch weiteren 10 Zeilen in dem Satz unter: „Einen Moment lang ist es ganz still im Lehrerzimmer.“
Ich habe einer siebzehnjährigen Schülerin, die noch sehr schwach gelesen hat, testweise ein Buch in Einfacher Sprache zum Lesen gegeben, und zwar "Hitzewelle von Rene Appel aus dem Spaß am Lesen Verlag". Und siehe da: Es war das erste Buch, da sie zu Ende gelesen hat. Mir wären diese Bücher einfach zu flach.


Als Ergänzung des Lesetrainings - für das Üben zuhause - halte ich Bücher in Einfacher Sprache für geeignet. Als Trainingsunterlage würde ich sie nicht heranziehen, weil die Schüler ja gerade das lernen sollen, was in Büchern in einfacher Sprache fehlt.


Die Leichte Sprache geht auf die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) zurück und hat das Ziel, Menschen mit Leseschwierigkeiten die Teilhabe an Gesellschaft und Politik zu ermöglichen, hat also eine ziemlich ähnliche Funktion wie die Einfache Sprache. Allerdings wurden dafür zahlreiche Regeln aufgestellt, die der Sprache einen Hauch von Primitivität geben. Z.B. muss der Genitiv vermieden werden. Statt „das Haus meines Vaters“ muss es in leichter Sprache heißen: „Das Haus von meinem Vater“. Außerdem sind Passiv-Konstruktionen streng zu vermeiden, also nicht „morgen wird gewählt“, sondern „morgen wählen wir“. Auch negative Formulierungen soll es in der Leichten Sprache nicht geben. In einem Ratgeber zur Leichten Sprache gibt es folgendes Beispiel: „Paul ist nicht krank.“ Ersatz: „Paul ist gesund.“ Wer sich die Regeln genau ansehen will, der findet die im Internet (Suchbegriff: Leichte Sprache Regeln). Für das Lesetraining halte ich die Leichte Sprache für ungeeignet, es sei denn, es handelt sich um einen Menschen mit geistiger Behinderung. Vor allem behördliche Verlautbarungen werden immer öfter auch in Leichter Sprache veröffentlicht. Schade nur, dass die Behören sich nicht auch in korrektem Deutsch verständlich machen können und dass man dafür die Leichte Sprache, die das Deutsche ins Primitive abgleiten lässt, braucht.

"Es wäre gut, Bücher zu kaufen, wenn man die Zeit, sie zu lesen, mitkaufen könnte."
Arthur Schopenhauer

Von Kindheit an war ich ein Freund des Lesens, und das bisschen Geld, das mir in die Hände kam, wurde für gute Bücher ausgegeben.
Benjamin Franklin

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