Lesekoch Lese Motivation Rezepte

Meine Übungen können kostenlos genutzt werden, da ich ehrenamtlich arbeite.

Die Dateien sind für alle, die Schülern helfen, ihre Lese-, Rechtschreib- und Rechenfertigkeit zu verbessern!

Ich wünsche allen Lesepaten, Eltern, Großeltern, Trainern, Therapeuten und Lehrern viel Erfolg!

Siegbert Rudolph

Kurze Hinweise ...

Berühmte Katze

Berühmteste Katze Japans

In den großen Ferien habe ich Zeit, Übungen zu überarbeiten. Dabei war auch diese: Berühmteste Katze Japans!

Das stimmt was nicht!

 dumm gelaufen 3

Noch eine Herausforderung für schon etwas fortgeschrittene Schüler! Die Stolperstellen findet man nur, wenn man den Text nicht nur liest, sondern auch versteht. Die Texte "Da stimmt was nicht" sind ab der 3. bzw. der 5. Klasse jeweils im Ordner "Besondere Übungen" abgelegt.

Brautkleid bleibt Brautkleid ...

Zungenbrecher 1

Eine Herausforderung! Wenn Fortschritte erkennbar sind, kann man die Latte auch mal höher legen, aber nicht übertreiben. Und: helfen und loben!

Stolperwörter

Stolperwörter 2 neu

Da stolpern auch geübte Leser: Übung Stolperwörter 2! (Gefunden in der FB-Gruppe von Dina Beneken, für die Übung aufbereitet und ergänzt!)

Fantasiewörter

Neues von der Erfindermesse

Mal was anderes: Übung "Neues von der Erfindermesse", Fantasieartikel zuordnen und Texte dazu lesen! Ordner!

Raten zwecklos

Alternativsätze

Warum soll ich die Wörter entziffern, wenn ich sie (meist) schneller erraten kann! Das denken viele Schüler mit Leseschwierigkeiten. Die Technik ist eine Angewohnheit, die abgewöhnt werden muss. Wenn die Lesesicherheit schon deutlich verbessert wurde, lese ich zusätzlich zu den normalen Übungen Texte mit Alternativsätzen (siehe Abb.), Ich erkläre, dass Aufmerksamkeit gefordert und Raten zwecklos ist. Ordner Ratetechnik!

Stolperei bei e nach ei

ei e

Heute hatte meine Schülerin Probleme, die Buchstaben "eie" (wie z.B. im Wort speien) richtig zu sortieren. Deshalb habe ich gerade die Übung ei-e erstellt.

Buchstabensalat

Globus Buchstabensalat

Neue Übung "Buchstabensalat 2": Wörter finden durch Klicken auf die Buchstaben in der richtigen Reihenfolge. Ordner für Download

Homeoffice

Leseförderung im Homeoffice 2

Corona bremst die ehrenamtliche Leseförderung aus. Ich zeige im Video, wie man Leseförderung im Homeoffice betreiben kann.

Erfolgserlebnisse

Das Reh 5Vereinfachen, heißt eines meiner Lernprinzipien. Ich stelle immer wieder fest, dass Schüler mit für sie noch zu schwierigen Texten üben. Deshalb fange ich mit bewusst sehr einfach gehaltenen Texten an, damit die Kinder Erfolgserlebnisse erfahren. Ein Beispiel ist die Geschichte "Das Reh", die nur aus Wörtern mit einer Silbe besteht. Diese Übung und andere mit leichten Texten finden Sie in diesem Ordner.

Rechenkärtchen perforiert

Meine Rechenkärtchen zum Schneiden gibt es jetzt auch angepasst an perforierte Seiten. Mit Kärtchen täglich üben ist ideal. Literatur dazu!

Veborgene Tiere

Verborgene Tiere Mal anders üben: verborgene Tiere in Wörtern suchen und Sätze dazu lesen. Übung: Tierquatsch 20 "Verborgene" Tiere

Schlüsselkompetenz ...

Gruber Mittelschule k

... im Schulalltag und im täglichen Leben stärken! Damit hilft Peter Gruber, ehemaliger Schulleiter, Grund- und Mittelschülern.

Interview Zirndorf.TV

Typische Lesefehler ...

... zeigen die Ratetechnik.

Es ist ein schönes Gefühl, wenn man nach dem Arbeitsleben nicht nur sich selbst "pflegt", sondern auch noch etwas für die Gesellschaft tun kann. Bei einem Bewerbertraining für Hauptschüler, das ich für die AKTIVSENIOREN BAYERN e.V. durchführte, lernte ich eine Schülern kennen, die sich sehr schwer mit dem Lesen tat. Sie war Legasthenikerin. Ich beschloss, ihr zu helfen und habe dabei ein neues, sehr schönes Aufgabengebiet gefunden. Ich suche Mitstreiter, die mithelfen, Schülern, die nicht richtig lesen können, Erfolgsrelebnisse zu verschaffen.

Bewerbungstraining

Ein neuer Lebensabsschnitt

Wenn man ein ausgefülltes, aber auch sehr arbeitsreiches Berufsleben abschließt, beginnt ein neuer Lebensabschnitt.
 Ich habe mir damals vorgenommen, Dinge zu tun, für die ich bisher keine Zeit hatte, und die für mich etwas Neues waren. Kochen zu lernen, war einer meiner Pläne, um die meine Gedanken kreisten. Aber nach einem wirklich arbeitsreichem Berufsleben und dem überwältigenden Verabschiedungstrubel bei DATEV war erst einmal Erholung angesagt und eine lange Amerikareise mit Besuch der Tochter.

Mein Lebenslauf

Ich bin Quereinsteiger. Nach einer langen, sehr erfolgreichen Berufslaufbahn, wollte ich etwas Neues machen. Ich habe mich in das neue Gebiet so eingearbeitet, als ob ich in einem neuen Gebiet Karriere machen müsste.

Siegbert Rudolph - Dipl.-Betriebswirt (FH) 1968


Jahrgang 1944
                                                                                                  

- Kaufmännische Lehre: A.W. Faber-Castell, Stein

- 
Letzte berufliche Stellung – bis Sept. 2008: DATEV eG, Vorstandsressort Service und Vertrieb, stellvertretender Vorstandsvorsitzender

- Zeitweiliger ehrenamtlicher Einsatz als Mitglied der AKTIVSENIOREN BAYERN e.V., Region Mittelfranken - Mit der Region Mittelfranken der Aktivsenioren Bayern besteht eine sehr gute Zusammenarbeit.

- Ehrenamtlicher Einsatz für den Präventionsverein 1-2-3 e.V. des Landkreises Fürth.

- Interessen: Schülern die Freude am Lesen vermitteln, Legasthenie, klassische Musik, Internationale Orgelwoche Nürnberg, Fahrradfahren

Plötzlich fehlte etwas

Nach rund 9 Monaten „Erholung“ überlegte ich, wie ich meine Pläne realisieren konnte. Aber je mehr ich mich damit beschäftigte, desto klarer wurde mir, dass mir etwas fehlt und weiter fehlen würde: Mit anderen Menschen etwas zu unternehmen, die eigene Erfahrung noch zu nutzen und etwas Sinnvolles für die Gesellschaft zu tun.
 Bei den AKTIVSENIOREN BAYERN e.V. konnte ich dieses verwirklichen. Und die anderen Pläne hatten plötzlich noch viel Zeit. Was mir an diesem Verein so gefällt, das ist die Möglichkeit, auch im Ruhestand noch fachlich herausgefordert zu sein und dabei anderen helfen zu können. Ich habe 40 Jahre für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte gearbeitet. Viele Angehörige dieser Berufe scheiden nicht komplett aus dem Berufsleben aus. Sie betreuen „im Ruhestand“ einfach wenige Mandanten oder konzentrieren sich auf bestimmte Spezialfälle, außerdem bilden sie sich ständig weiter. Das hat mir schon immer sehr gefallen, und ich war da sogar ein wenig neidisch.
 Mein Verein bietet mir jetzt praktisch die gleichen Möglichkeiten. Wir sind keine Unternehmensberater. Wir leisten Hilfe zur Selbsthilfe und geben Ratschläge und Anleitungen zum Handeln. Und ich habe meine Absicht, etwas Neues zu tun, ebenfalls realisiert. Bewerbertraining und Lesetraining, damit hatte ich während meiner Berufstätigkeit nichts zu tun - und trotzdem kann ich da auf meinen Erfahrungen aufbauen.


Das Schockerlebnis

Bei einem Bewerbertraining hatte ich es mit einer Schülerin zu tun, die die Anzeige, die wir im Internet herausgesucht hatten, praktisch nicht lesen konnte. Für mich war das ein Schock. Ich wandte mich an die Lehrerin und fragte, was mit dieser Schülerin los sei. Legasthenikerin sei sie, sagte mir die Lehrerin. Ich kannte zwar das Wort, aber ich hatte nie praktisch mit dem Problem zu tun. Ich dachte, das kann so nicht bleiben, und bot im unwiderstehlichen Drang zu helfen an, dieser 15jähringen Schülerin das Lesen beizubringen. Ich wollte nicht glauben,
 dass jemand nicht Lesen lernen kann.

Die Ernüchterung

Wir lasen zunächst aktuelle Zeitungsartikel, besser gesagt, wir versuchten es. Es war ernüchternd. Viele, für mich völlig unverständliche Lesefehler, kein Textverständnis, ein eingeschränkter Wortschatz und vor allem: Auch nach zwei Monaten merkte ich nicht den geringsten Fortschritt. Außer dass ich feststellen konnte, dass die Fehlerrate beim Lesen einzelner isolierter Wörter etwas geringer war. Das war ein gewisser Hoffnungsschimmer und ein Ansatzpunkt.

Gedanken eines Quereinsteigers

Als Quereinsteiger zog ich natürlich Parallelen zu meinen bisherigen Erfahrungen. Schon ganz zu Anfang unserer Übungen hatte ich der Schülerin erzählt, dass jeder andere Talente und Begabungen hat. Und es ist ganz normal, wenn man sich auf einem Gebiet schwerer tut als andere Menschen. Zum Beispiel habe ich über ein Jahr gebraucht, bis ich schwimmen konnte. Man kann ganz gut damit leben, wenn man nicht schwimmen kann. Aber nicht lesen zu können, das benachteiligt einen Menschen sein ganzes Leben. Zwar gibt es heute viele technische Hilfsmittel, zum Beispiel Scanner, die den markierten Text in Sprache übertragen, aber das löst längst nicht alle Probleme. Oft heißt es, Legastheniker hätten auf anderen Gebieten besondere Talente, ein beliebtes Beispiel ist Albert Einstein. Aber es ist sicher keineswegs so, dass jeder Legastheniker auf irgendeinem anderen Gebiet automatisch zu besonderen Höchstleistungen fähig ist. Ich halte das für einen schönen „Trost“. Viele Menschen, wahrscheinlich die allermeisten, die auf irgendeinem Gebiet Höchstleistungen erbringen, können auch sehr gut lesen. Meine Erfahrung lehrt mich, Dinge, die zu erkären sind, zu vereinfachen. Die Methode, den Schwierigkeitsgrad zu minimieren, brachte den Durchbruch.

"Einfach" lesen

Die Konsequenz aus diesen Überlegungen war, nicht ganze Artikel mit schwierigen Wörtern gemeinsam zu lesen, sondern einfache Sätze. Wenn schwierige Wörter dabei waren, dann wurden die in ihre Lautbestandteile zerlegt. Darauf bin ich allerdings auch erst nach einiger Zeit gekommen. Ich habe viele Übungen mit Powerpoint angelegt und dabei auch die benutzerdefinierte Animation eingesetzt, mit der man sehr schön Übungen erstellen kann. Ich habe einige Zeit gebraucht, bis ich erkannt habe, dass meine Schülerin, im Bemühen schneller zu lesen, häufig Wörter zu erraten versucht. Ich habe dann Phantasiewörter erfunden und vor dem Lesen angekündigt, dass diese Wörter nicht erraten werden können. Mit diesen Übungen habe ich meine Schülerin „gezwungen", sich die Zeit zu nehmen, die Wörter genau „zu entziffern“. Ich ließ ihr keinen Lesefehler durchgehen und bat sie ganz geduldig immer wieder, das Wort erneut zu probieren, manchmal bis zu fünfmal, bis es richtig gelesen wurde. Und viele Wörter musste ich ihr mehrmals vorsprechen. Mein Gefühl war, dass die Fehlerhäufigkeit abnahm, wenn auch nur geringfügig. Und dann kam ganz plötzlich der Durchbruch. Mit jeder Übungsstunde wurde sie sicherer. Sie hatte sich eine neue Lesetechnik angeeignet. Sie hatte aber auch den unbedingten Willen, endlich lesen zu können. Heute weiß ich, dass viele Schüler die gleichen Leseprobleme haben, allerdings in ganz unterschiedlichen Ausprägungen.

Meine Aufgabe für meine nachberufliche Zeit

Inzwischen habe ich mich stärker mit dem Thema Legasthenie beschäftigt. Ich musste lernen, dass Legasthenie manchmal für eine Krankheit gehalten wird, dass Legasthenie in Bayern als Behinderung anerkannt ist und dass es jede Menge Informationen widersprüchlicher Art in der Literatur und im Internet gibt. Unbestritten ist, dass es rund vier Prozent Legastheniker gibt. Und bis zu 20 Prozent der Schüler sollen nicht richtig lesen können. Und das trotz eines vielfältigen Hilfsangebots. Man müsste also etwas tun. Als ehemaliger Manager weiß ich, dass "man müsste" gar nichts bewirkt. Deswegen mache ich etwas und habe bei den AKTIVSENIOREN BAYERN e.V. in der Region Mittelfranken das Projekt „Lesekoch“ gestartet.

Warum heißt meine Initiative "Der Lesekoch"?

Weil ich im Ruhestand Kochen lernen wollte, aber dazu aber nicht komme. Außerdem meine ich, dass meine Methode so etwas wie ein Kochrezept ist.

Für wen hätte ich denn kochen sollen? Und wo? Meine Frau sagte zu meinen Plänen schlicht und einfach: "Koche wo und für wen du willst, aber nicht in meiner Küche!" Damit musste ich mir einen neuen Zeitvertreib suchen. Mir war im Ruhestand auch sehr schnell bewußt geworden, dass ich Kontakte brauche. Und das Lesethema, das ich durch das Bewerbungstraining entdeckt habe, gibt mir das, was ich auch im Beruf hatte: Ich kann helfen, habe Kontakte und ich bin gefordert. 

Lesen lernt man nur durch lesen (Renate Valtin). Aber es kommt darauf an, richtig zu lesen. Leseschwache Schüler brauchen deshalb Hilfe. Lesepate oder Lesetrainer ist eine befriedigende Beschäftigung mit jungen Menschen. Mein Übungssystem ist dafür nur ein Werkzeug. Am wichtigsten ist der Trainer, der den Schüler motiviert.

"Alle guten Worte dieser Welt stehen in Büchern."

Chinesisches Sprichwort, gehört von Dr. Birgit Kreß, Erste Bürgermeisterin Markt Erlbach

"Wer zu lesen versteht, besitzt den

Schlüssel zu großen Taten, zu unerträumten Möglichkeiten."

Aldous Huxley 1894 - 1963

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