Kurztests
Zu Beginn einer Leseförderung muss man schauen, wo das Kind steht. Dafür gibt es hochqualifizierte Testverfahren. Ich verwende meine eigenen Tests, die allerdings sehr einfach sind. Warum?
Um mir ein Bild über den Stand der Lesefertigkeit zu machen, genügt ein erster Eindruck. Und, ich will das Kind nicht quälen. Wenn ich sehe, dass das Zusammenschleifen der Laute nicht gelingt, dann reichen schon wenige Wörter. Ich weiß dann, wo ich anfangen muss.
Zuerst lasse ich ein paar Sätze lesen, deren Niveau sich an der Klassenstufe orientiert oder eine Stufe darunter. Im Text sind auch ein paar schwierigere Wörter enthalten.
Falls nötig, probiere ich, ob es mit Silben besser geht.
Ein paar Wörterreihen sollen klären, ob es mit b und d sowei ei und ie Probleme gibt.
Auf jeden Fall lasse ich auch eine Wörterschlange lesen, schaue, ob evtl. die Blickrichtung eine Rolle spielt und checke gegebenenfalls auch die besonderen Lautverschriftungen. Beim Blitzlesen schaue ich, sicher das Kind liest und wie weit es kommt.
Da ich den Test aufnehme, kann ich ihn in Ruhe auswerten und mir auch die Lesegeschwindigkeit etwas genauer anschauen sowie eine geeignete Übung für den Anfang heraussuchen. Ich mache keinen Plan, sondern entscheide von Übungsstunde zu Übungsstunde wie wir weitermachen.